Frettchen – Haltung und Pflege

Bei der Frettchen-Haltung solltest du auf einige Dinge achten. Wer sich vor dem Kauf eines Frettchen nicht richtig darüber informiert, welche Ansprüche das Haustier hat, riskiert nicht nur, dass sich das Frettchen in seinem neuen Zuhause nicht wohl fühlt, sondern auch, dass das Frettchen erkrankt. Zwar können einige Krankheiten auch bei einer artgerechten Haltung nicht verhindert werden, doch man grenzt zumindest das Risiko ein.

Einzelhaltung oder Paarhaltung?

Es gibt einige Tiere, die Einzelgänger sind und deswegen nur einzeln gehalten werden sollten. Das Frettchen gehört aber definitiv nicht dazu. Zwar gehört es zur Familie der Marderartigen, ist aber kein Einzelgänger, wie so viele andere Tiere dieser Familie. Wenn du mit dem Gedanken spielst, dir ein Frettchen zu holen, dann solltest du also mindestens Platz für zwei Tiere haben.

Frettchen werden als sehr gesellige Tiere angesehen, die viel Aufmerksamkeit von ihrem Halter, gleichzeitig aber auch die Anwesenheit eines Artgenossen benötigen. Vollkommen egal, wie viel Zeit du mit dem Frettchen verbringst, ein Mensch kann niemals die Rolle eines Artgenossen einnehmen. Und auch andere Haustiere sind nicht dazu in der Lage, ein Frettchen als Artgenossen zu ersetzen, denn Hunde oder Katzen haben eine vollkommen andere Körpersprache und unterschiedliche Verhaltensweisen.

Zahlreiche Tierschützer setzen sich schon dafür ein, dass die Frettchen Einzelhaltung verboten wird. Und spätestens dann, wenn du mehrere Frettchen zusammen hältst und siehst, wie diese miteinander umgehen, wirst du der gleichen Meinung sein!

Standort und Umgebung

Zunächst einmal sollte man überdenken, dass zwei Frettchen einen Käfig brauchen, der mindestens 2 Quadratmeter fasst. Für jedes weitere Frettchen wird ein zusätzlicher Platz von 0,5 Quadratmeter benötigt. Aber nicht nur der Käfig selbst sollte artgerecht sein, sondern man muss auch die entsprechende Käfigeinrichtung kaufen.

Der Standort des Käfig sollte so gewählt sein, dass er weder am Fenster beziehungsweise in Zugluft, noch an einer Heizung steht. Wer genügend Platz hat, kann auch ein Frettchen-Zimmer einrichten, sollte dort aber dennoch einen Käfig haben, denn Frettchen brauchen einen Ort, an den sie sich zurückziehen können.

Regelmäßiger Freilauf

Regelmäßiger Auslauf ist für Frettchen sehr wichtig. Selbst ein großer Käfig kann den Auslauf nicht ersetzen. Zudem bekommen Frettchen durch den Freilauf nicht nur die Möglichkeit, herum zu tollen, sondern sie können auch ihr Herrchen oder Frauchen besser kennen lernen. Deswegen sollten sie nach Möglichkeit jeden Tag Auslauf bekommen.

Wenn du ein spezielles Frettchen-Zimmer einrichtest, in welchem die kleinen Racker Auslauf haben können, solltest du einige Dinge beachten. Zum Beispiel sollten sich in diesem Zimmer weder Medikamente, noch Reinigungsmittel, Düngemittel oder Kosmetikartikel befinden. Ebenso sollten giftige Pflanzen aus dem Zimmer geräumt werden. Stellen, an denen sich Frettchen verletzen können, sind aber auch Plastikgegenstände, Luftballons, sowie scharfe und spitze Gegenstände.

Pflege

Auch Frettchen brauchen einiges an Pflege. Da sich die Krallen normalerweise nicht ausreichend abnutzen und Frettchen nicht dazu im Stande sind, diese selbst zu pflegen, müssen die Krallen regelmäßig durch dich gekürzt werden.

Ebenfalls dir überlassen wird die Fellpflege. Zwar sind Frettchen sehr reinlich, doch zwei Mal im Jahr solltest du sie mit einer weichen Bürste am Fell pflegen, um eventuelle Verknotungen zu lösen.

Käfigreinigung ist auch ein wichtiges Stichwort. Nur dann, wenn der Käfig regelmäßig gereinigt wird, fühlen sich die Frettchen in ihrem Heim wohl. Die Pipi-Ecken sollten übrigens jeden Tag gereinigt und der Kot auch täglich entfernt werden.